Internationale Musikwissenschaftliche Konferenz

Leipzig 19.-25. Mai 2013


Richard Wagner. Persönlichkeit, Werk und Wirkung.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner war die Zusammenfassung und Bündelung der verschiedenen Wagner-Forschungen der vergangenen Jahre notwendig geworden. Neue Forschungsergebnisse sollten in dieses Bild mit eingearbeitet werden, um einen umfassenden Überblick über den Stand der internationalen Forschung und ihre neuen Ergebnisse zu erhalten, die bei der öffentlich frei zugänglichen Tagung vorgestellt und diskutiert und im Konferenzbericht dokumentiert und damit einer noch breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten.

Dies war die Vorgabe an die zum Vortrag und Beitrag zum Tagungsband eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die hohen Erwartungen wurden in jeder Hinsicht erfüllt. Schon im Herbst 2011 konnte dank der Zusagen der ins Auge gefassten Referenten — international renommierte Wagner-Forscher und junge Wissenschaftler mit hoher Kompetenz — und den Vereinbarungen mit der Stadt Leipzig und dem Wagner-Verband Leipzig die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützte, für die Realisierung und Sicherung von Kooperationen sehr wichtige Phase der konzeptionellen Vorbereitung der Internationalen Wagner-Konferenz erfolgreich abgeschlossen und ein erster Flyer mit Ankündigung der Tagungsschwerpunkte auf den Weg gebracht werden.

Im Oktober 2012 lagen alle 59 Beiträge der aus Deutschland, Estland, Frankreich, Großbritannien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine und USA stammenden bzw. dort lehrenden Referenten vor und es konnte mit dem Lektorat und der Vorbereitung für den Druck des Tagungsbandes begonnen werden. Im März 2013 ging die druckfertige pdf an die Druckerei und Anfang Mai lag der opulente Tagungsband vor — mehr als zwei Wochen vor Konferenzbeginn.

Den Referenten war noch etwas früher die digitale Version der Beiträge zugänglich gemacht worden, um durch die frühzeitige Übermittlung aller Aufsätze entscheidende Impulse für die Diskussionen bei der Tagung zu setzen, denen mindestens ebenso viel Zeit eingeräumt werden sollte wie den Vorträgen selbst. Dieses Konzept ging auf das schönste auf. Die Referenten konnten im Wissen, dass ihr ausführlicher Beitrag schriftlich vorlag, beim Vortrag, der im Idealfall 10 Minuten dauern, aber keinesfalls eine Viertelstunde überschreiten durfte, entweder bestimmte Aspekte herausstellen, ihre Kernthesen formulieren oder den gesamten Beitrag in sehr komprimierter Form vorstellen, und sich in der nachfolgenden und immer sehr angeregten Diskussion von einer Viertelstunde bis 20 Minuten vertiefend, ergänzend oder auch kontrovers den Fragen aus dem Kollegenkreis oder aus dem immer zahlreich erschienenen Publikum zu stellen.

Das Generalthema gliederte sich bei der stets erfreulich gut besuchten Konferenz in die „Kapitel“ Rezeptionsgeschichte (Westeuropa und USA bzw. Osteuropa), Frühwerk und Hauptwerk, Kompositorische Aspekte und Wagner als Musikschriftsteller, die natürlich auch die Gliederung des Tagungsbandes bestimmen, der in einer ersten, am 18.6.2013 veröffentlichten ausführlichen Rezension von Ralf Julke — "Ein dicker, spannender Leipziger Kongressband: 59 Mal Wagner" (http://www.l-iz.de/Bildung/) gewürdigt wird als ein "am Ende richtig dicke(s) Buch, das seinen Preis wirklich wert ist. Es regt zum Mit- und Nachdenken an." Anregung zum Mit- und Nachdenken - was Besseres lässt sich kaum wünschen!

 

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